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Artikel: Das Geheimnis hinter wirkungsvoller Feuchtigkeitspflege

Das Geheimnis hinter wirkungsvoller Feuchtigkeitspflege

Das Geheimnis hinter wirkungsvoller Feuchtigkeitspflege

 

Warum ist Wasser so essentiell für unsere Haut?

Quasi in allen Hautpflegetipps wird betont, wie wichtig es ist, der Haut Feuchtigkeit zu spenden. Es kommt in jeder Routine vor – egal zu welcher Jahreszeit und zu welchem Pflegeziel. Doch warum ist das so? Ist Wasser das Allheilmittel für unsere Haut? Und wenn ja, warum gibt es dann so unfassbar viele Wirkstoffe und Hautpflegeprodukte?

Wie so oft sind die Antworten auf diese Fragen komplex und Hydration ist nicht die alleinige Antwort auf alles. Ebenso wie der menschliche Körper selbst besteht auch die Haut zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Allein dieser hohe Prozentsatz erklärt schon viel. Es erscheint logisch, dass die Feuchtigkeitsreserven immer wieder aufgefüllt werden müssen und nicht „leerlaufen“ dürfen, wenn Wasser so ein integraler Bestandteil der Haut ist. Etwa ein Zehntel des in der Haut befindlichen Wassers ist in der Hornschicht. Dort bildet es den flüssigen Teil des Hydrolipidfilms. Genau daran lässt sich aber auch gut erklären, warum Wasser eben nicht das einzige Allheilmittel ist, denn der Name Hydrolipidfilm setzt sich schließlich aus zwei wichtigen Komponenten zusammen. Ohne die passenden Lipide geht es nämlich nicht. Flüssige und fettige Bestandteile bilden im Hydrolipidfilm eine Art Gerüst und stützen einander gegenseitig. Ohne den Lipidanteil würde dieses System nicht funktionieren und das Wasser könnte ziemlich ungehindert wieder aus der Haut entweichen. Das wäre fatal, denn Wasser erfüllt viele weitere wichtige Aufgabe in der Haut. Welche genau das sind, sehen wir uns im nächsten Abschnitt an.

Welche Aufgaben erfüllt Feuchtigkeit in der Haut?

Wie schon erwähnt, ist Wasser neben Lipiden ein Hauptbestandteil des Hydrolipidfilms. Aber auch davon abgesehen ist Feuchtigkeit essentiell, um das innere Gerüst der Haut aufrechtzuerhalten. Zudem bietet Wasser für viele Stoffe ein geeignetes Medium – sozusagen als „Transportmittel“, indem es diese Stoffe aufnimmt und auf seinem Weg in die Haut mit einschleust. Wasser ist außerdem an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ohne ausreichend Feuchtigkeit hätte unsere Haut auch ein ganz anderes Erscheinungsbild, denn durch Feuchtigkeit wird die Haut glatt, geschmeidig und aufgepolstert, wodurch sich weniger Falten zeigen.

Bestandteile einer guten Feuchtigkeitspflege

Ebenso wie der Hydrolipidfilm selbst sollte eine Feuchtigkeitspflege aus zwei Elementen bestehen: Wasserbindende Feuchthaltemittel und wasserabweisende Lipide. Das mag erst einmal widersprüchlich klingen. Beide Komponenten haben aber ihren Zweck und behindern einander in ihrer Wirkung nicht. Die Feuchthaltemittel finden ihren Weg in die Haut, wo sie Wasser binden und aus der Umgebung anziehen. Besonders wirksam sind sogenannte NMFs, welche wir im nächsten Abschnitt näher beleuchten. Die Lipide in Feuchtigkeitscremes werden auch als Okklusiva bezeichnet. Der Name rührt daher, dass sie einen Film auf der Haut bilden, der die Feuchtigkeit in der Haut einschließt und nicht so leicht entweichen lässt. Als Okklusiva eignen sich gut solche Wirkstoffe, die hauteigenen Stoffen ähneln. Veganes Squalan eignet sich z.B. gut aufgrund seiner Ähnlichkeit zu dem in der Haut vorhandenen Stoff Squalen. Jojobaöl weist eine strukturelle Ähnlichkeit zu dem natürlichen Hauttalg auf und ist daher eine gute Wahl als Lipid in Feuchtigkeitscremes. Eine Balance zwischen Feuchtigkeitsspendern und Okklusiva in Cremes ist wichtig, um auch die Balance des Hydrolipidfilms zu erhalten.

Natural Moisturizing Factors (NMFs)

Natural Moisturizing Factors sind natürlich in der Haut vorhandene Stoffe, welche Wasser anziehen. Die Konzentration der NMFs in der Haut nimmt mit dem Älterwerden kontinuierlich ab. Dieser Prozess beginnt leider schon mit Anfang bis Mitte 20. Um die Haut gesund und befeuchtet zu halten, ist es von Vorteil, ihr NMFs über die tägliche Hautpflege zuzuführen. In den meisten Cremes für mehr Feuchtigkeit wird mindestens ein NMF, vermutlich eher mehrere enthalten sein. Und das ist auch gut so, denn die befeuchtenden Wirkstoffe synergieren miteinander. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, nicht nur auf einen Wirkstoff zu setzen, sondern auf Wirkstoffkomplexe, oder auch mehrere gut miteinander harmonierende Produkte zu verwenden. Unsere liebsten NMFs sind folgende:

  1. Hyaluron: Es handelt sich hierbei um eine Säure. Vor allem die niedermolekulare Hyaluronsäure dringt tief in die Haut vor. Hyaluron kann enorm viel Wasser speichern und kann dadurch sehr langfristig für Befeuchtung sorgen und infolgedessen zu einer jünger aussehenden Haut verhelfen.
  2. Glycerin: Der Name leitet sich von dem griechischen Wort für „süß“ ab, da es sich um einen Zuckeralkohol handelt. Glycerin ist eines der bekanntesten Feuchthaltemittel – nicht nur in der Hautpflege. In Skincare bindet es sowohl in der Haut Feuchtigkeit, als auch die Verdunstung von Wasser zu verringern.
  3. Pentylenglykol: Auch hierbei handelt es sich um einen Alkohol, der wasserbindende Eigenschaften hat. In Cremes erfüllt Pentylenglykol aber auch noch einen anderen Zweck: Es wirkt nämlich auch konservierend, wodurch sich die Produkte länger halten. Zusätzlich dazu hat der Alkohol den Vorteil, weder Reizungen noch Unreinheiten hervorzurufen.
  4. Urea: Der Stoff ist auch als Harnstoff bekannt und ist ein natürliches Produkt von Stoffwechselprozessen. Auch wenn Harnstoff zunächst vielleicht weniger angenehm klingt, ist der Stoff ein integraler Bestandteil unserer Haut und tut dort viel Gutes. Neben seiner Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, wirkt Urea auch hautberuhigend und glättet die Haut, indem es die Abstoßung alter Hornzellen begünstigt.

Good to know: Auch wenn Alkohole in dem Ruf stehen, dehydrierend zu wirken, trifft dies auf Alkohole in Skincare meist nicht zu. Tatsächlich haben viele Alkohole eine hydrierende oder anderweitig pflegende Wirkung.

Andere befeuchtende Wirkstoffe

Neben NMFs gibt es noch andere Wirkstoffe, die befeuchtend sind oder gut mit NMFs synergieren. Aloe Vera in egal welcher Form wirkt feuchtigkeitsspendend und beruhigt zudem noch gereizte Stellen auf trockener Haut. Unser Aloe Vera Spray in der praktischen Sprühflasche kann ganz einfach nach der Reinigung und vor feuchtigkeitsspendenden Seren auf die Haut gesprüht werden. Auch Vitamin C ist in Kombination mit Wirkstoffen wie Hyaluronsäure besonders wirksam, da es ebenfalls die Strukturen innerhalb der Haut stärkt. Während unser Vitamin C 15 Booster für fast alle Hauttypen geeignet ist, ist der Vitamin C 20 Booster speziell für die Bedürfnisse trockener und feuchtigkeitsarmer Haut konzipiert und wirkt befeuchtend. Um Deine Haut vor dem Auftragen eines Feuchtigkeitsserums zu befeuchten, kannst Du sie natürlich auch mit ganz gewöhnlichem Wasser betupfen. Abgesehen von Pflegeprodukten ist es für die Haut nämlich essentiell, dass ihr auch anderweitig Wasser zugeführt wird. Von innen können wir die Haut befeuchten, indem wir über den Tag ausreichend viel Wasser trinken. Auch ein trivial wirkender Akt wie das Duschen ist wichtig für den Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Okklusive und befeuchtende Cremes wirken daher besonders gut, wenn die Haut vom Duschen noch ein wenig feucht ist.

In welchen Formen gibt es Feuchtigkeitspflege?

Feuchtigkeitspflege gibt es in den verschiedensten Formen, Verpackungen und Texturen. Die leichteste Form ist ein feuchtigkeitsspendendes Serum. Dieses wird schon früh in der Routine angewandt. Die Stoffe darin sind hochkonzentriert und wirken besonders intensiv. Um die Routine abzurunden, gibt es verschiedene Alternativen. Fluide haben eine leichte Textur, da in ihnen weniger Lipide enthalten sind. Dadurch eignen sie sich besonders gut für Menschen, die eine leichte Formulierung bevorzugen. Die Textur von Feuchtigkeitspflege kann auch etwas gelartig ausfallen. Ähnlich wie die Fluide ist auch diese Art der Pflege eher leicht und zieht schnell ein. Am bekanntesten sind die klassischen Feuchtigkeitscremes. In ihnen sind generell mehr Lipide enthalten als in den anderen vorgestellten Formen. Hierbei kann sich die Zusammensetzung aber immer noch stark unterscheiden, sodass die fertigen Produkte von leicht cremig bis extrem reichhaltig variieren können. Bei den Cremes gibt es des Weiteren die Unterscheidung in Tages- und Nachtcremes, die nochmal spezieller an die Bedürfnisse der Haut während der Wach- und Schlafphase des Körpers angepasst sind. Die Varianten für den Tag gibt es teilweise direkt schon getönt, sodass man sich das Make-up entweder gleich sparen kann oder schon eine richtig gute Foundation hat.

 

Exkurs: Texturen

Im Zuge verschiedener Formen von Feuchtigkeitspflege wollen wir einen kleinen Exkurs über Texturen machen. Die Textur eines Produkts kann nämlich sehr unterschiedlich ausfallen und ist entscheidend dafür, für wen sich das Produkt im Endeffekt eignet.

Gemeinhin unterscheiden wir meist vor allem in flüssige und cremige Texturen. Das hat auch seine Berechtigung, denn je nachdem ob eine Formulierung eher auf Wasser oder Lipiden basiert, fällt das fertige Produkt in die eine oder andere Kategorie. Aber selbst in diesen zwei hauptsächlichen Kategorien kann die Viskosität noch stark variieren. Welche Konsistenz das Produkt hat – gerade bei einem neuen Serum, welches Du zum ersten Mal testest – lässt sich am besten beurteilen, wenn man einen Pumpstoß auf die Handfläche gibt und diese dann minimal zur Seite kippt, um zu sehen, wie leicht sich das Produkt auf der Haut bewegt. Daran kann man schnell erkennen, wie unterschiedlich vermeintlich ähnliche Texturen doch sein können. Es gibt unter den flüssigen Seren extrem wässrige Texturen, die einem fast von der Hand zu rinnen scheinen. Andere flüssige Texturen sind weniger flüchtig und haften etwas mehr an der Haut an. Analog dazu gibt es auch bei cremigen Produkten solche, die eher auf der Haut verrinnen und eine leichtere Textur aufweisen, und solche die so reichhaltig sind, dass sie ihre Form als Klecks auf der Handfläche behalten. Zudem gibt es noch gelartige Produkte. Diese Konsistenz liegt sozusagen zwischen flüssig und cremig. Als Faustregel lässt sich merken, dass eine Pflege mit mehr Okklusiva reichhaltiger sein wird, während eine Formulierung mit mehr Feuchthaltemitteln eine leichtere Textur aufweist.

Für eine Feuchtigkeitspflege ist es wichtig, mit welcher Konsistenz sie die Wirkstoffe in die Haut transportiert. Ölige Haut braucht z.B. keine Creme mit zusätzlich vielen Lipiden, da sie von Natur aus selbst schon lipidreich ist. Daher sind flüssige, gelartige und besonders leichte, cremige Texturen für diesen Hauttyp gut geeignet. Für trockene Haut hingegen ist eine Pflege mit extra vielen Lipiden sinnvoll, da es diesem Hauttyp genau daran mangelt. Bei Mischhaut empfiehlt sich, entweder die Gesichtspartien mit verschiedenen Produkten zu pflegen oder sich nach dem dominanteren Hautbedürfnis zu richten. Je nachdem ob der ölige Bereich der T-Zone oder der trockene Wangenbereich mehr Probleme bereitet, kann die Pflege auch hauptsächlich darauf ausgelegt werden.

 

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