Sommer, Sonne, Sonnenschutz!

Wo braucht man Sonnenschutz?

Sonnenschutz ist immer sinnvoll, an manchen Orten ist er aber besonders relevant. Das trifft auf alle Orte zu, wo durch reflektierende Flächen die Gesamtbelastung durch UV-Strahlung steigt. Solche spiegelnden Oberflächen können z.B. Wasser und Sand sein, aber auch Beton oder sogar Schnee. Gerade an Stränden ist die Sonneneinstrahlung daher stärker, weil sowohl die Wasserflächen des Ozeans als auch helle Sandstrände das Licht reflektieren. Auch in das Wasser selbst dringen UV-Strahlen ein. Deswegen sollte man auch beim Baden und Tauchen/Schnorcheln einen wasserfesten Sonnenschutz tragen. Dieser lässt während des Badens und durch das Abtrocknen aber in der Wirksamkeit nach, also sollte der Sonnenschutz regelmäßig nachgetragen werden. Ein Urlaub in den Bergen ist in puncto Strahlung aber keineswegs weniger belastend für die Haut. Je höher man auf einem Berg ist, desto mehr nimmt auch die Intensität der UV-Strahlung zu. Daher ist auch beim Wandern in Bergregionen ein Sonnenschutz wichtig. Sogar in den Schatten solltest Du nur eingecremt gehen. Zwar bekommst Du dort weniger direkte Sonnenstrahlung ab, aber das UV-Licht erreicht Deine Haut trotzdem und kann ihr ohne einen geeigneten Schutz schaden.

Wann braucht man Sonnenschutz?

Prinzipiell raten wir immer zu einem Sonnenschutz. Zu manchen Zeiten ist die Verwendung einer Sonnencreme aber deutlich wichtiger.

Zum einen ist die Jahreszeit ausschlaggebend. Auch im Winter erreicht uns UV-Licht, aber die Belastung durch UVB-Strahlen ist dann geringer, daher braucht es etwas weniger Schutzmaßnahmen. Im Frühjahr brauchst Du umso mehr Schutz. Nach den lichtarmen Monaten ist Deine Haut nämlich intensive Strahlung nicht mehr gewöhnt und kann schon auf die ersten Sonnenstrahlen, die den Frühling ankündigen, empfindlich reagieren. Gerade dann solltest Du sie mit einem UV-Schutz unterstützen. Im Sommer hat sie sich zwar schon wieder etwas daran gewöhnt, braucht aber immer noch viel Schutz, weil dann einfach die UV-Belastung enorm viel höher ist als in den anderen Jahreszeiten.

Der UV-Index ist meist ein guter Anhaltspunkt, wie viele Schutzmaßnahmen nötig sind. Viele Wettervorhersagen oder Wetter-Apps geben den UV-Index mit an und liefern teilweise auch Tipps zum Schutz gegen die Strahlen.

Zum anderen ist ein wichtiger Faktor, wie lange man sich in der Sonne aufhalten möchte. Geht man nur kurz nach draußen oder verbringt den Großteil des Tages in Innenräumen, braucht es weniger Schutz, als wenn man sich ganztägig draußen in der direkten Sonne aufhält. Eine Ausnahme bilden Tätigkeiten an Fenstern oder im Auto. Wenn man also z.B. seinen Schreibtisch direkt am Fenster stehen hat oder oft mit dem Auto unterwegs ist, sollte man einen Sonnenschutz verwenden, denn gerade die gefährlicheren UVA-Strahlen durchdringen auch Fensterscheiben.

Ein weiterer Aspekt ist der Hautton. Die Haut hat eine Eigenschutzzeit, die je nach Hautton unterschiedlich lang ist. Sie kann von ca. zehn Minuten bei hellen Hauttönen bis zu 90 Minuten bei dunkleren Hauttönen reichen. Mit einem dunklen Hautton hast Du also einen Vorteil und musst erst später einen Sonnenschutz auftragen. Menschen mit hellen Hauttönen hingegen sollten, wenn sie sich länger als ein paar Minuten in der Sonne aufhalten möchten, direkt zur Sonnencreme greifen.

Welche Eigenschaften sollte ein guter Sonnenschutz haben?

Es gibt viele Aspekte, die beim Kauf einer Sonnencreme eine Rolle spielen. Hier die wichtigsten, auf die Du achten solltest:

Der Lichtschutzfaktor: Die Höhe des angegebenen LSF ist oft der ausschlaggebendste Grund, der für eine Sonnencreme spricht. Für einen effektiven Schutz sollte Deine Sonnencreme mindestens LSF 30 haben, besser noch LSF 50. Außerdem sollte sie neben UVB- auch gegen UVA-Strahlen schützen. Mehr zu den verschiedenen Arten von Strahlung und der Bedeutung des Lichtschutzfaktors kannst Du in unserem Artikel „UV-Strahlung und ihre Auswirkung auf die Haut“ lesen.

UV-Filter: Immer mehr spielt es bei der Auswahl eine große Rolle, welche UV-Filter in dem Produkt verwendet werden. Manche schwören auf chemische Filter, andere präferieren mineralische und einigen ist die Kombination aus beiden am liebsten. Die Präferenzen sind da ganz unterschiedlich. In unserem Daily SPF 50+ Moisturizer verwenden wir chemische Filter. Wenn Du mehr über die verschiedenen Arten von Filtern erfahren möchtest, lies doch gerne unseren Artikel “Inhaltsstoffe in Sonnencremes: Welche sind bedenklich?”.

Rückstände auf der Kleidung: Viele fürchten, dass die Sonnencreme unschöne weiße Rückstände auf den Klamotten hinterlässt oder diese sogar verfärbt. Das kommt bei modernen Sonnenschutzmitteln allerdings quasi gar nicht vor. Auch unser Sonnenschutz kann angewendet werden, ohne Rückstände zu bilden.

Duftstoffe: Bei den Inhaltsstoffen ist auch relevant, ob darunter Duftstoffe sind. Duftstoffe in Sonnencremes können leider oft mehr schaden als nutzen. Zum einen begünstigen Duftstoffe teils die Entstehung von Pigmentflecken. Zum anderen führen sie leicht zu allergischen Reaktionen. Oftmals „tarnt“ sich eine Allergie gegen die Duftstoffe sozusagen als Sonnenallergie. Daher ist es im Sommer sinnvoll, auf skincare-Produkte mit Duftstoffen zu verzichten und eventuell sogar Parfum wegzulassen. Bei colibri skincare setzen wir all unseren Produkten aus Prinzip keine externen Duftstoffe zu, um sie möglichst reizarm zu machen.

Wie sollte der Sonnenschutz aufgetragen werden?

Am besten cremt man sich schon eine Viertel- bis halbe Stunde vor dem Rausgehen ein. Dann kann die Sonnencreme einen Schutzfilm auf der Haut bilden und man kann in Ruhe sichergehen, dass man auch alle Stellen erwischt hat. Vor allem sensible Stellen sollte man gut eincremen und an all die Körperregionen denken, die man leicht mal vergisst oder schlecht erreicht; z.B. den Nacken, die Schulterblätter oder auch die Ohren.

Die Dosierung ist beim Sonnenschutz der Clou. Man sollte die Creme wirklich großzügig verteilen und nicht zu wenig verwenden, denn das senkt sonst den tatsächlichen Lichtschutzfaktor. Bei unserem Daily SPF 50+ Moisturizer empfehlen wir, mindestens acht Pumpstöße auf Gesicht, Hals und Dekolleté zu verteilen. Verwende ggf. lieber etwas mehr, um wirklich optimal geschützt zu sein. Es gibt auch andere Berechnungen für die Dosierung wie 2mg pro Quadratzentimeter Haut, zwei Fingerbreit oder eine Abmessung in Teelöffeln. Bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne sollte die Creme alle zwei bis drei Stunden nachgetragen werden. Selbst wenn das Produkt wasserfest ist, geht seine Wirkung beim Schwimmen oder Schwitzen oder auch einfach mit der Zeit verloren.

Auch wenn es hierbei nicht um Sonnenschutz in Form einer Creme geht, gehört zu den Schutzmaßnahmen natürlich auch eine gute Sonnenbrille, denn auch unsere Augen wollen vor den Strahlen der Sonne geschützt werden. Auch ein Hut oder Bandana, um die empfindliche Kopfhaut zu schützen, ist eine gute Wahl.

Womit kann ich die Wirkung des Sonnenschutzes unterstützen?

Die kürzeste Antwort auf diese Frage: Antioxidantien (und Panthenol). Antioxidantien harmonieren super mit Sonnencremes, vor allem in Form der Vitamine A, C und E. Es gibt natürlich auch noch andere Antioxidantien. Sie alle haben gemeinsam, dass sie die Haut vor schädlichen Radikalen, welche durch UV-Strahlen entstehen, schützen. Zudem sorgen Vitamine auch für eine höhere Hautfeuchtigkeit und stärken die Hautbarriere. Dadurch geht bei natürlichen Verdunstungsprozessen im Sommer wie dem Schwitzen weniger Wasser verloren. Somit wird die Haut nicht so leicht trocken und entwickelt keine Trockenheitsfältchen.

Vitamin A wirkt antioxidativ und hellt durch Sonneneinstrahlung entstandene Pigmentflecke wieder auf. Darüber hinaus mildert es auch andere Einflüsse der Strahlung. Durch UV-Strahlung werden sowohl die Zellregeneration als auch die Kollagenproduktion heruntergesetzt. Vitamin A regt beide wieder an. Produkte mit Vitamin A sollten aber abends verwendet werden, da sie die Haut auch lichtempfindlicher machen.

Vitamin C ist eines der wirksamsten Antioxidantien und schützt die Haut somit vor freien Radikalen. Es kann den durch Sonneneinstrahlung verursachten Kollagenabbau verlangsamen und entstandene Pigmentflecken ausgleichen.

Vitamin E ist ebenfalls ein Antioxidans. Seine Stärke liegt aber vor allem darin, all die anderen Antioxidantien in ihrer Wirkung zu unterstützen und sozusagen aufzufrischen. Daher ergänzt es sich super mit Vitamin C. Ebenso wie Vitamin A fördert auch Vitamin E die Bildung von Kollagen. Zudem gibt das Vitamin der Haut wertvolle Feuchtigkeit zurück.

Ein weiterer hilfreicher Wirkstoff für Sonnentage ist Panthenol. Es ist oft schon in Sonnencremes enthalten, da es einerseits die Haut befeuchtet und zum anderen heilende und beruhigende Eigenschaften hat. Somit verschafft es der Haut auch gleich Linderung, wenn doch mal Schäden wie ein Sonnenbrand entstehen.

Zu welcher Uhrzeit und für wie lange ist ein Sonnenbad sinnvoll?

Die Mittagssonne ist besonders intensiv und beansprucht die Haut sehr. Zwischen 10 und 16 Uhr sind Sonnenbäder daher nicht zu empfehlen. Rausgehen kann man natürlich trotzdem, um die Sonne zu genießen. Allerdings ist es besser, das vom Schatten aus zu tun und die direkte Sonne zu meiden. Dabei sollte man sich auch immer mit ausreichend Sonnenschutz eincremen. Sowohl für den Körper als auch die Haut sind heiße Temperaturen fordernd, daher sollte man gerade während der Mittagssonne auf anstrengende Tätigkeiten verzichten und es lieber ruhig angehen.

Lange Sonnenbäder sind übrigens gar nicht so sinnvoll und gesund, wie man annehmen möchte. Der Prozess der Bräunung beginnt schon nach 15 Minuten und auch den Tagesbedarf an Vitamin D durch Sonneneinstrahlung deckt man mit einer Viertelstunde in der Sonne schon. Lange Aufenthalte in der Sonne sind für die Haut stressig, daher sollte man ihr auch immer mal Pausen verschaffen; z.B. indem man etwa alle Stunde für eine Weile in den Schatten wechselt oder mal in einen Innenraum geht.

Was kann ich als After-Sun-Pflege verwenden?

Der wichtigste Schritt vor der After-Sun-Pflege ist, die Reste der Sonnencreme gut abzuwaschen. Damit ein Sonnenschutz gut wirkt, bildet er einen Film auf der Haut. Während dieser für die Schutzfunktion essentiell ist, verstopfen dadurch auch die Poren leichter. Daher müssen diese erstmal gründlich gereinigt werden. Dann kann die Haut die After-Sun-Pflege auch besser aufnehmen, was deren Wirkung verstärkt.

Auch als After-Sun-Pflege sind wieder Vitamine sinnvoll. Die Vitamine A und C helfen der Haut bei der Regeneration nach dem Sonnenbad. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Kombination aus Feuchtigkeitsspendern wie Squalan, Aloe Vera, Vitamin E und Panthenol. Seine heilenden und beruhigenden Eigenschaften machen Panthenol nämlich nicht nur zu einem beliebten Inhaltsstoff in Sonnencremes, sondern auch in After-Sun-Pflege.

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